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Notfallmanagement

 
23.10.2020

Transport nach Unfall - Wie kommt der Verletzte zum Arzt?

Transport nach Unfall - Wie kommt der Verletzte zum Arzt?

Nach einem Unfall muss immer der Rettungsdienst gerufen werden. Stimmt nicht! Richtig ist: Die Ersthelfer vor Ort entscheiden, wie ein Verletzter zum Arzt oder in die Klinik kommt. Falsch ist nur, nichts zu tun.

Dieses für die meisten Menschen selbstverständliche Handeln ist in Deutschland auch gesetzlich verankert (§ 323c Strafgesetzbuch): Wer eine Hilfeleistung vor­sätzlich unterlässt und damit in Kauf nimmt, dass ein Verletzter keine rechtzeitige Hilfe erhält, macht sich strafbar. Doch wie hat die Hilfe konkret auszusehen?

Kriterien dafür sind die Schwere der Verletzungen und die körperliche Verfassung des Patienten.

Möglicherweise muss der Rettungsdienst gerufen werden. Ist es gesundheitlich unbedenklich, kann der Transport auch mit einem Taxi, Dienst- oder Privatwagen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln stattfinden, z. B. bei kleineren Platz-, Kratz- und Schürfwunden, leichten Prellungen oder Quetschungen.

Soll ein Ersthelfer oder ein anderer Kollege den Transport begleiten? Diese Entscheidung muss der Hilfeleistende nach bestem Wissen fällen. Natürlich kann von einem medizinischen Laien nicht erwartet werden, dass er die Transportfähigkeit umfassend einschätzt. Maßstab ist also der gesunde Menschenverstand.

Jeder Ersthelfer – egal, ob ausgebildet und betrieblich benannt oder nicht – ist während der Erstbetreuung des Verletzten gesetzlich gegen Unfälle versichert. Nur wenn ein Hilfeleistender völlig unvernünftige und absolut nicht nachvollziehbare Überlegungen anstellt und deshalb die Situation falsch einschätzt, ist ihm dies später vorzuwerfen.

Unabhängig vom Verkehrsmittel sind auch der notwendige Transport und die Begleitung des Verletzten Teil der Ersten Hilfe. Folglich sind sowohl Hilfeleistende als auch Verletzte dabei versichert. Quelle: BG ETEM (gekürzt)

Nach einem Unfall muss immer der Rettungsdienst gerufen werden. Stimmt nicht! Richtig ist: Die Ersthelfer vor Ort entscheiden, wie ein Verletzter zum Arzt oder in die Klinik kommt. Falsch ist nur, nichts zu tun.

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02.04.2020

Ersthelfer sind umfassend abgesichert

Ersthelfer sind umfassend abgesichert

Wer anderen in einer Notlage hilft, steht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung!

Der Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung erklärt: »Wer anderen Menschen in einer Notlage hilft, ist dabei umfassend abgesichert. Diese Menschen stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Wird die Person, die hilft, bei der Hilfeleistung verletzt, so hat sie Anspruch auf Leistungen nach Sozialgesetzbuch VII. Diese umfassen neben der Heilbehandlung und Rehabilitation auch finanzielle Unterstützung, zum Beispiel Verletztengeld für die Dauer einer länger andauernden Arbeitsunfähigkeit.

Als Verletzung gelten Körperschäden, aber auch unfallbedingte Störungen der psychischen Gesundheit, zum Beispiel posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS). […]

Wichtig ist: Für Gesundheitsschäden in Folge der Hilfeleistung gehen die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung grundsätzlich dem Opferentschädigungsgesetz vor. Dies schließt jedoch nicht aus, dass für Gesundheitsschäden, die nichts mit der Hilfeleistung zu tun haben, sondern mit der Tatsache, dass die hilfeleistende Person auch Opfer des eigentlichen Gewaltereignisses ist, Ansprüche nach Opferentschädigungsgesetz (zukünftig SGB XIV) bestehen.« Quelle: DGUV (gekürzt)

Wer anderen in einer Notlage hilft, steht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung!

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12.12.2019

Leben retten ohne Angst

Leben retten ohne Angst

Zu viele Deutsche wissen zu wenig über Erste-Hilfe-Maß­nahmen. Hinzu kommt die Angst, etwas falsch zu machen. Der letzte Erste-Hilfe-Kurs liegt oft mehr als 10 Jahre zurück. Und dann kursiert jede Menge gefährliches Halbwissen in den Köpfen der potentiellen Ersthelfer. Die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) klärt über sechs große Erste-Hilfe-Mythen auf. Quelle: DGUV-Newsletter, November 2019

Diese sechs Mythen sind:
1. Wenn man keine Ahnung hat, besser nichts tun
2. Bei einem Notruf muss ich sofort die 5 W-Fragen abarbeiten.
3. Als jemand, der erste Hilfe leistet, muss ich immer zuerst den Puls prüfen.
4. Die stabile Seitenlage ist immer richtig.
5. Für eine Herzdruckmassage müssen meine Hände genau positioniert sein.
6. Beatmen macht man heutzutage nicht mehr.

Das stimmt alles nicht bzw. nicht in dieser Form!!!

Ausführliche Informationen dazu gibt es in der Pressemitteilung der BG ETEM sowie in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Impuls.

Zu viele Deutsche wissen zu wenig über Erste-Hilfe-Maß­nahmen. Die BG ETEM klärt über sechs große Erste-Hilfe-Mythen auf.

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19.04.2018

Neue Erkenntnisse beim Löschen mit CO2-Feuerlöschern

Neue Erkenntnisse beim Löschen mit CO2-Feuerlöschern
Das Sachgebiet »Betrieblicher Brandschutz« der DGUV hat festgestellt, dass der Löscheinsatz mit CO2-Feuerlöschern in kleinen und engen Räumen lebensgefährlich sein kann. Beim Löschen kann durch das in Sekunden freigesetzte CO2-Volumen sehr schnell eine hohe Konzentration von CO2 in der Raumluft erreicht werden. Bereits ab 5 bis 8 Volumenprozent CO2 in der Atemluft droht Erstickungsgefahr. Verstärkter Atemantrieb oder Atemnot sind mögliche Warnzeichen.

Die Ergebnisse und abgeleiteten Schutzmaßnahmen wurden in einer Stellungnahme des Sachgebietes zusammengefasst.

Vielleicht möchten Sie diese Stellungnahme nutzen, um Ihre Mitarbeiter in der nächsten Unterweisung entsprechend zu informieren und instruieren.

Das Sachgebiet »Betrieblicher Brandschutz« der DGUV hat festgestellt, dass der Löscheinsatz mit CO2-Feuerlöschern in kleinen und engen Räumen lebensgefährlich sein kann.

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27.06.2017

Rechtsfragen bei Erste-Hilfe-Leistung durch Ersthelfer

Rechtsfragen bei Erste-Hilfe-Leistung durch Ersthelfer
Sowohl im privaten als auch im betrieblichen Bereich kommt es jedes Jahr zu einer Vielzahl von Notfällen, bei denen Ersthelferinnen und Ersthelfer notwendige Erste- Hilfe-Maßnahmen durchführen müssen. Zum Teil haben sie dabei Angst, etwas falsch zu machen oder die verletzte Person noch mehr zu schädigen. Hinzu kommt die Befürchtung, evtl. für einen entstandenen Schaden einstehen zu müssen oder gar für einen Fehler bestraft zu werden. Nicht selten kommt es deshalb vor, dass keine Erste Hilfe geleistet wird, obwohl eine gesetzliche Verpflichtung zur Hilfeleistung nach § 323 c Strafgesetzbuch besteht. Quelle: DGUV

Die DGUV hat dazu die Broschüre »Rechtsfragen bei Erste-Hilfe-Leistung durch Ersthelferinnen und Ersthelfer« veröffentlicht.

Die Quintessenz lautet:
Wer im Notfall keine Erste Hilfe leistet, kann sich strafbar machen. Ersthelfer, die Fehler machen, müssen keine rechtlichen Konsequenzen befürchten.

Sowohl im privaten als auch im betrieblichen Bereich kommt es jedes Jahr zu einer Vielzahl von Notfällen, bei denen Ersthelferinnen und Ersthelfer notwendige Erste- Hilfe-Maßnahmen durchführen müssen. Zum Teil haben sie dabei Angst, etwas falsch zu machen oder die verletzte Person noch mehr zu schädigen.

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04.08.2016

App für Wasserstände

App für Wasserstände
Mit der App »MEINE PEGEL« hat die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) im Juni eine neue Anwendung für Smartphones und Tablets vorgestellt, die einen schnellen Überblick über die aktuellen Wasserstände an Flüssen und Seen in Deutschland ermöglicht. Die kostenfreie App wird von den Hochwasserdiensten der Bundesländer in Zusammenarbeit mit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes betrieben. Sie soll sowohl den individuellen Informationsbedürfnissen der Bevölkerung entsprechen als auch die Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes mit mobil zugänglichen Informationen unterstützen.

Die App »MEINE PEGEL« ist für die Betriebssysteme Android, iOS und WindowsPhone verfügbar und kann über die jeweiligen App-Stores installiert werden. Mit der App kann man:
  • sich benachrichtigen lassen bei Über-/ oder Unterschreitung von individuell konfigurierbaren Grenzwerten an Pegeln (kostenfreie push-Notification)
  • aktuelle Wasserstände an über 1.600 Pegeln abrufen
  • Wasserstandsganglinien für über 1.300 Pegel verfolgen
  • Wasserstandsvorhersagen für rund 300 Pegel abfragen
  • Pegel als Favoriten hinzufügen und die Wasserstände aller Favoriten in einer Übersichtsliste ansehen
  • die überregionale Hochwasserlage in den deutschen Bundesländern erkennen
  • sich benachrichtigen lassen über eine Änderung der Hochwasserinformations- bzw. Warnlage für ausgewählte Bundesländer
  • regelmäßige tägliche Statusberichte zu einzelnen Pegeln oder zur überregionalen Hochwasserlage in einzelnen Bundesländern kostenfrei abonnieren
  • direkten Zugang erhalten auf die amtlichen Hochwasserinformationen der Bundesländer.
Aus technischen Gründen kann die Benachrichtigung zur Über- oder Unterschreitung eines Pegelstandes nur zeitverzögert gegenüber dem Messwert vor Ort versendet werden. Je nach Datenbereitstellung für den jeweiligen Pegel kann die entsprechende Benachrichtigung daher erst etwa 15 bis 45 Minuten nach der Grenzwertüberschreitung oder in Einzelfällen auch später auf dem Smartphone eintreffen. Dieser Zeitverzug ist bei der Festlegung des Benachrichtigungswertes zu berücksichtigen. Es wird daher empfohlen, einen Überschreitungsgrenzwert etwas niedriger anzusetzen, damit die Benachrichtigung ausreichend frühzeitig erfolgt. Für den Empfang von push-Benachrichtigungen ist eine Datenverbindung erforderlich, ansonsten erhält man die push-Benachrichtigung entsprechend zeitverzögert. Quelle: Umweltschutznachrichten IHK Reutlingen

Mit der App »MEINE PEGEL« hat die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) im Juni eine neue Anwendung für Smartphones und Tablets vorgestellt, die einen schnellen Überblick über die aktuellen Wasserstände an Flüssen und Seen in Deutschland ermöglicht. Quelle: Umweltschutznachrichten IHK Reutlingen

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31.10.2014

Ersthelferausbildung nur noch eintägig

Ersthelferausbildung nur noch eintägig
Die DGUV hat ein Revisionspapier veröffentlicht, nach dem die Aus- und Fortbildung der betrieblichen Ersthelfer ab 1. April 2015 jeweils durch einen eintägigen Lehrgang erfolgen wird.

Die Ausbildung wird damit von 16 auf 9 Unterrichtseinheiten reduziert, die Fortbildung von 8 auf 9 Unterrichtseinheiten erweitert.

Die Zusammenfassung Hintergründe und Informationen über zukünftige Lerninhalte finden Sie in einem Informationsblatt der DGUV.

Die Ersthelferausbildung soll ab 1.4.2015 nur noch eintägig sein.

» Weitere Informationen zu Ersthelferausbildung nur noch eintägig

28.03.2014

Brandschutzbeauftragter und - helfer

Brandschutzbeauftragter und - helfer
Unten können Sie ein PDF-Dokument herunterladen, das Auskunft gibt über

Rechtliche Grundlagen
Voraussetzung für die Bestellung
Ausnahmen
Bestellung
Anforderungen und Qualifikation
Aufgaben und Pflichten des Beauftragten
Aufgaben und Pflichten des Betreibers/Arbeitgebers

Beachten Sie bitte, dass sich die Aussagen zum Brandschutzbeauftragten im PDF-Dokument auf deutsche rechtliche Anforderungen beziehen. Es ist durchaus möglich, dass im Einzelfall behördliche Anordnungen, versicherungsrechtliche Vorgaben oder Genehmigungsauflagen andere Anforderungen stellen.

Für die Brandschutzhelfer, die mit der ASR A2.2 »Maßnahmen gegen Brände« seit Ende 2012 Pflicht sind, gibt es keine Ausnahmen. Wichtig zu wissen ist auch, dass sich die Anzahl der Brandschutzhelfer nach der Gefährdungsbeurteilung richtet und die Angabe von 5 % lediglich ein Richtwert ist. Das ist übrigens auch nicht anders als bei den Ersthelfern. Aber gerade bei der Anzahl der Ersthelfer - und jetzt bei den Brandschutzhelfern - neigen viele Unternehmen dazu, die Prozentangabe sehr dogmatisch auszulegen.

Lesen Sie zu diesem Thema auch unsere Beiträge
» Freiwillige vor!
» Ausreichend Ersthelfer?

» Brandschutzhelfer und Brandschutzbeauftragter aus »Betriebliche Beauftragte« Stand 11/2013

Was sind dafür die rechtlichen Grundlagen?
Welche Anforderungen gibt es an die Beauftragtung und die Weiterbildung?

» Weitere Informationen zu Brandschutzbeauftragter und - helfer

06.05.2013

Freiwillige vor!

Ich habe schon mehrfach gehört, dass Unternehmen Probleme haben, Ersthelfer zu rekrutieren. Bei der Nachfrage in der Belegschaft kam oft heraus, dass es nichts damit zu tun hat, dass diejenigen keine Hilfe leisten wollen, sondern dass es den Personen entweder unangenehm oder zu viel Verantwortung ist, offiziell als Ersthelfer benannt zu sein.

Eines der Unternehmen hat sich entschieden, allen Personen, die das möchten, eine Erste-Hilfe-Aus- und danach -Fortbildung zu ermöglichen (gegebenenfalls nur für den privaten Zweck), wohlwissend, dass im Falle eines Falles keiner von ihnen die Erste Hilfe verweigern würde.

Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

Mehr zu diesem Thema finden Sie auch in unserem Beitrag »Ausreichend Ersthelfer« vom 14.12.2012.

Die Kunst, genug Ersthelfer zu finden.

» Weitere Informationen zu Freiwillige vor!

08.03.2013

Erste Hilfe interAKTIV

Unter dem Motto »sicher und gesund am Arbeitsplatz interAKTIV« bietet die BG ETEM diverse Lernmodule an, unter anderem eines zu Erster Hilfe. Die Lernmodule dauern zwischen 15 und 20 Minuten und schließen mit einem Fragenteil ab, der als Lernkontrolle dient. Sie können die Lerneinheiten direkt von der Seite der BG ETEM öffnen oder herunterladen, damit Sie sie später offline bearbeiten können.

Die BG weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Lernmodule nicht die persönliche Unterweisung ersetzen, sondern lediglich ergänzen.

» zum Lernmodul Erste Hilfe
» zur Übersicht über alle Lernmodule auf der Seite der BG ETEM

Die BG ETEM bietet auf ihrer Internetseite ein Lernmodul zur Ersten Hilfe an.

» Weitere Informationen zu Erste Hilfe interAKTIV

14.12.2012

Ausreichend Ersthelfer?

Bei Audits kommen wir immer wieder in Diskussionen um die Frage: Wie viele Ersthelfer sind notwendig? Klar, es gibt den § 26 der BGV A1, der in produzierenden Bereichen fordert, dass 10 % der Belegschaft Ersthelfer sind, in Verwaltungsbereichen 5 %.

Ist das nun der Weisheit letzter Schluss? Wir meinen nein.

Erstens sagt die BGV A3, dass dies die Mindestanzahl ist. Zweitens sagt das ArbSchG, dass Arbeitgeber alle den Umständen nach erforderlichen Maßnahmen zu treffen haben. Und drittens sollte man die Sache von der operativen Seite her betrachten. Und die heißt plakativ gesprochen: Müssen Sie sich im Zweifel den Vorwurf gefallen lassen, dass jemandem auf Ihrem Betriebsgelände nicht geholfen werden konnte? Anm.: Es fragt nämlich hinterher keiner, ob Sie die 10 %-Regel eingehalten hatten.

Also: Können Sie in Ihrer Firma zu jeder Zeit, in der sich Personen auf Ihrem Betriebsgelände befinden, eine adäquate Erste Hilfe sicherstellen oder eben nicht? Wie sieht das aus in den einzelnen Schichten? Zu Tagesrandzeiten? Sind Frauen und Männer gleichermaßen als Ersthelfer vertreten? Gibt es einen Ersthelfer für einen Ersthelfer? Ist die Erste Hilfe eine bessere, wenn zwei Ersthelfer sich um einen Notfall kümmern?

Die Rechtsvorschriften sind das eine, die Realität hält oft andere Anforderungen bereit.

» Weitere Informationen zu Ausreichend Ersthelfer?

16.11.2012

Wenn aus Theorie Ernst wird

Ich unterstelle, Sie haben ein betriebliches Notfallmanagement, in dem Sie Notfallmaßnahmen festgelegt haben. Sicherlich enthalten diese Notfallmaßnahmen einerseits Sofortmaßnahmen sowie andererseits Maßnahmen, die (unmittelbar) nach einem Ereignis zu treffen sind. Erfahrungsgemäß beinhalten die letztgenannten die Information diverser Stellen und Personen im Unternehmen oder außerhalb, vielleicht auch die Wiederherstellung des Normalbetriebs, in jedem Fall hauptsächlich organisatorische und technische Maßnahmen.

Haben Sie auch daran gedacht, wie Sie mit Menschen in Ihrem Verantwortungsbereich umgehen, die während des Notfalls ein traumatisches Erlebnis hatten? Zum Beispiel mit ansehen mussten, wie einem Kollegen die Finger abgerissen wurden oder im Außendienst Zeuge eines schweren Autounfalls wurden, vielleicht sogar Erste Hilfe leisten mussten?

Beinhaltet Ihr Notfallmanagement auch nachsorgende Maßnahmen? Und wenn ja, steht nur geschrieben, dass sich der Vorgesetzte darum zu kümmern hat. Doch nur weil jemand Führungskraft ist, weiß er/sie nicht automatisch, wie mit traumatisierten Kollegen/Mitarbeitern umzugehen ist.

Wir schlagen deshalb vor, dass Sie ihr Notfallmanagement in dieser Hinsicht nochmals auf den Prüfstand stellen. Hilfestellung gibt Ihnen ein Leitfaden der DGUV »Trauma - Psyche - Job«. Dieser Leitfaden ist konzipiert für Aufsichtspersonen und bietet Hintergrundinformationen, Definitionen, Checklisten, Handlungshilfen - und letztendlich die entscheidenden nachsorgenden Maßnahmen, die Sie - auf Ihren Betrieb abgestimmt - in Ihrem Notfallmanagement verankert haben sollten.

Ich wünsche Ihnen dennoch, dass Sie davon nie Gebrauch machen müssen.

» Leitfaden »Trauma - Psyche - Job« von der DGUV als PDF herunterladen.
 

Haben Sie in Ihrem Notfallmanagement daran gedacht, wie Sie mit Menschen umgehen, die während des Notfalls ein traumatisches Erlebnis hatten? Zum Beispiel mit ansehen mussten, wie einem Kollegen die Finger abgerissen wurden oder im Außendienst Zeuge eines schweren Autounfalls wurden, vielleicht sogar Erste Hilfe leisten mussten?

» Weitere Informationen zu Wenn aus Theorie Ernst wird

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