Übertragung von Unternehmerpflichten

EHS-relevante Anforderungen in den Rechtsvorschriften richten sich immer direkt an den Vorstand oder den Geschäftsführer eines Unternehmens. Diese sind die sogenannten Normadressaten. In letzter Konsequenz bedeutet das, dass sich diese Damen und Herren persönlich um die Abfallentsorgung, die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung, den Betrieb von genehmigungsbedürftigen Anlagen oder die Erste Hilfe, um nur einige Beispiele zu nennen, zu kümmern haben.

Das ist natürlich weder praktikabel noch zielführend. Allerdings ist es in vielen Unternehmen die nicht als solche wahrgenommene Realität, da stillschweigend vorausgesetzt wird, dass Führungskräfte – oder noch problematischer Beauftragte – diese Pflichten auch ohne Delegation wahrnehmen. *

* Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Hausjuristen oder Strafverteidiger.

Die Lösung: Die Übertragung der an den Normadressaten gerichteten EHS-relevanten Unternehmerplichten innerhalb des Unternehmens. Damit dies rechtssicher ist, muss diese Übertragung (Delegation) ordnungsgemäß erfolgen. Dafür gibt es einige allgemein anerkannte Regeln:

  • Die Delegation muss eindeutig sein.
  • Die Delegation muss transparent sein.
  • Die Delegation darf nur auf geeignete Personen erfolgen.
  • Die Delegation darf zu keiner Überlastung/Überforderung führen.
  • Und zum Schluss bleibt noch die Restverantwortung des Delegierenden, nämlich zu kontrollieren und bei akutem Anlass selbst einzugreifen.

Uns geht es bei unserer Unterstützung vor allem darum, dass Sie mit der formalen Übertragung einerseits rechtssicher sind, andererseits aber auch ein praktikables Instrument haben, das Ihre Unternehmensphilosophie wiederspiegelt und von den Menschen, die die Pflichten übertragen bekommen, auch verstanden wird.
Deshalb setzen wir auf eine dreistufige Vorgehensweise:

1. Herausarbeiten Ihrer Schwerpunkte, Rahmenbedingungen und der Unternehmensphilosophie im Hinblick auf die Pflichtendelegation.

2. Kurze, prägnante und vollständige formale Übertragung, zum Beispiel als Ergänzung zum Arbeitsvertrag und auf Basis von Stellen- und/oder Funktionsbeschreibungen. Dieser Part erfolgt zusammen mit Ihrer Personalabteilung und/oder juristischen Abteilung.

3. Intensive Schulung der Führungskräfte über Inhalte und Wahrnehmung der Unternehmerpflichten in Form eines Workshop-Seminars, in dem anhand der Arbeitspraxis der einzelnen Führungskräfte deren spezifische Unternehmerpflichten beleuchtet werden.

Mit dieser Vorgehensweise erreichen Sie ein einheitlich hohes EHS-Bewusstsein bei den Führungskräften, das Ihnen bei der Einhaltung der EHS-relevanten Rechtsvorschriften zugutekommt. Die Konditionen zu diesen Leistungen haben wir in den unten stehenden Datenblättern zusammengestellt. Ihr Ansprechpartner ist Andrea Wieland (E-Mail).

Zum Herunterladen als PDF
» Datenblatt Übertragung von Unternehmerpflichten
» Datenblatt Schulung »Unternehmerpflichten«


News
23.07.2018 - Tipps zur Gefährdungsbeurteilung

Sie finden hier eine Zusammenstellung unserer News-Beiträge rund um das Thema Gefährdungsbeurteilung: Wie gehe ich vor? Wie mache ich es richtig? Worauf kommt es an?

28.06.2018 - Erst prüfen, dann einschalten: Neue App »Maschinen-Check«

In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass gekaufte Maschinen sicherheitstechnische Mängel aufweisen. Wer diese nicht schon bei der Übergabe feststellt, bleibt meist auf den Kosten für eine Umrüstung sitzen – und gefährdet die Arbeitssicherheit im Unternehmen. Daher hat die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) eine App zur Überprüfung von Maschinen entwickelt.

17.07.2018 - Zwei Informationsschriften zum Verpackungsgesetz

Das neue VerpackG, das ab dem 1. Januar 2019 die aktuell geltende Verpackungsverordnung (VerpackV) ablöst, definiert die bereits bestehenden Pflichten von Herstellern und Händlern – sogenannten Erstinverkehrbringern von Verpackungen. Ihre Produktverantwortung steigt – gleichzeitig entsteht für Unternehmen mehr Transparenz und Rechtsklarheit.

30.05.2018 - Neues ElektroG ab 15.8.2018 - Registrierung für Hersteller von Elektro- und Elektronikgeräten ab 1. Mai möglich

Ab dem 15. August 2018 werden nahezu alle elektrischen und elektronischen Geräte vom ElektroG umfasst. Damit soll sichergestellt werden, dass mehr Altgeräte im Recycling landen. Das bringt eine Registrierungspflicht für Hersteller bisher nicht erfasster Produkten mit sich, aber auch gewisse Pflichten für bereits registrierte Hersteller.

Weitere Infos zu diesem Thema
Wir mehren das Wissen in Ihrem Unternehmen.

Wir theoretisieren nicht herum, sondern hinterlassen an-fassbare Ergebnisse.

Unsere Lösungen rechnen sich, nicht nur in puncto Arbeitserleichterung.

Wir stehlen uns nach einem Projekt nicht davon, sondern lassen uns an dem messen, was wir für Sie tun.