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23.09.2026

Führungskultur - Verhaltensorientierte Arbeitssicherheit

Führungskultur - Verhaltensorientierte Arbeitssicherheit
www.istockphoto.com; Mumemories

Vorschriften erlassen ist einfach. Verhalten ändern nicht. Genau da setzt Behavior Based Safety (BBS) an: Statt Beschäftigten Vorgaben »hineinzuquatschen«, wie es Christoph Bördlein von der TH Würzburg-Schweinfurt formuliert, arbeiten Teams gemeinsam heraus, warum unsicheres Verhalten überhaupt entsteht. Wer weiß, dass er den Handlauf nutzen sollte, tut es trotzdem oft nicht. BBS macht daraus eine bewusste, selbst getroffene Entscheidung, die dann beobachtet und protokolliert wird.

Kern der Methode ist Wertschätzung statt Kontrolle. Wird Vereinbartes eingehalten, gibt es Lob. Wird es nicht eingehalten, folgt ein lernorientierter Hinweis, keine Schuldzuweisung. Führungskräfte tragen dabei eine besondere Verantwortung: Sie sollten selbst mit gutem Beispiel vorangehen, unabhängig davon, wer die Beobachtung konkret übernimmt.

Nicht jeder Betrieb ist reif für BBS. Vorausgesetzt wird ein bereits funktionierender, organisierter Arbeitsschutz nach dem TOP-Prinzip, eine offene Fehlerkultur und der Rückhalt der Geschäftsführung. Hans-Martin Prüße von der DGUV sieht Veränderungsbereitschaft als wichtig an: BBS legt oft organisatorische Defizite offen, die dann tatsächlich bearbeitet werden müssen. Wer die Präventionskultur im eigenen Betrieb vorab einschätzen will, findet dafür das Online-Tool »KulturCheck« der DGUV. Originalartikel: Dana Jansen, top eins vom 30.06.2026

Der vollständige Artikel enthält zusätzlich die komplette Checkliste zur Eignungsprüfung sowie ein Interview mit Christoph Bördlein zu den verhaltenspsychologischen Grundlagen von BBS.