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28.07.2026

Stolpern, Rutschen, Stürzen – der unterschätzte Klassiker

Stolpern, Rutschen, Stürzen – der unterschätzte Klassiker
www.istockphoto.com; ulldellebre

Ein herumliegendes Kabel, eine übersehene Stufe, Schnee vor dem Eingang – und schon passiert es. Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle (SRS) klingen nach Alltag. Der macht allerdings auch vor dem beruflichen Umfeld nicht Halt. Laut DGUV-Statistik machten sie 2024 24,1 Prozent aller Arbeitsunfälle aus. Damit gehören sie zu den häufigsten Unfallursachen – und zu den am meisten unterschätzten.

Unter dem Motto »Fall nicht hin, sondern auf!« möchte die Unfallkasse Baden-Württemberg (UKBW) dafür sensibilisieren, dass Sicherheit oft bei den kleinsten Handgriffen beginnt. Im Artikel geht es im Wesentlichen um die folgenden Fragen:

1. Warum stürzen wir überhaupt?

Die Ursachen lassen sich in drei Grundmuster einteilen: Stolpern, wenn der Fuß an einem Hindernis hängen bleibt; Ausrutschen, wenn die Haftung auf dem Untergrund verloren geht; und Fehltreten, etwa beim klassischen »Tritt ins Leere«, wenn eine Stufe übersehen wird. Hinzu kommen menschliche Faktoren wie Hektik, Ablenkung und oftmals schlicht zu wenig Aufmerksamkeit.

2. Was können Betriebe tun?

Grundlage ist das TOP-Prinzip: Technische Maßnahmen wie rutschhemmende Bodenbeläge, ordentlich verlegte Kabel und gute Beleuchtung. Organisatorische Maßnahmen wie ein verlässlicher Winterdienst, klare Betriebsanweisungen und regelmäßige Unterweisungen. Und persönliche Maßnahmen, wie die richtigen Schuhe sowie Ruhe und Gelassenheit.

Im Artikel gibt es zwei Kurzchecks zum Download: einen für Treppen und einen für Böden. Beide helfen dabei, Schwachstellen strukturiert zu identifizieren. Wer die körperliche Seite angehen möchte, findet in der UKBW-Fitnesskarte einfache Übungen für Stabilität und Balance – nutzbar in der Pause oder zwischendurch.

SRS-Unfälle sind also kein unvermeidbares Übel. Mit einer Gefährdungsbeurteilung und den richtigen Schutzmaßnahmen, ein bisschen Aufmerksamkeit und den richtigen Schuhen 😉lässt sich das Risiko deutlich senken.