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09.10.2026

Sichere Anlagen im digitalen Zeitalter

Sichere Anlagen im digitalen Zeitalter
Bild mit Hilfe von KI erzeugt.

Vernetzte Maschinen und Anlagen stehen vor einer doppelten Anforderung: Sie müssen funktional sicher sein und gleichzeitig Cyberangriffen standhalten. Bislang wurden Safety und Security in Regelwerken und Praxis meist getrennt behandelt. Ein Gutachten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) schließt diese Lücke und beschreibt erstmals ein konkretes Vorgehen für das sogenannte Safety-Security-Co-Engineering.

Die Idee dahinter ist ein zweistufiges Vorgehen. Zunächst läuft das Safety-Engineering, danach das Security-Engineering, anschließend werden beide Ergebnisse konsolidiert. Verbindendes Element ist ein gemeinsames Systemmodell, das schrittweise um Safety- und Security-Aspekte erweitert wird. Ein Praxisbeispiel veranschaulicht das Verfahren, das sich sowohl für Hersteller als auch für Betreiber eignet.

Das Gutachten benennt zugleich Lücken im bestehenden Regelwerk: Security-Anforderungen für Safety-Systeme sind in Normen bislang deutlich vager formuliert als etablierte Safety-Anforderungen. Auch der Einsatz von KI wird als zweischneidig eingestuft. Die KI kann Angriffe erkennen, aber auch neue Angriffsflächen schaffen. Originalartikel: BAuA vom 22.06.2026