Holzstaub
Die Staubabsaugung an Maschinen ist in vielen holzverarbeitenden Betrieben gut organisiert. Was ist aber mit der feinen Schicht auf der Arbeitskleidung? Das Risiko, Holzstaub an Schuhen und Kleidung unbemerkt in Aufenthaltsräume oder gar nach Hause zu verschleppen, bleibt oft unberücksichtigt, obwohl geeignete Verfahren zur Entfernung eingesetzt werden müssen.
Und die Betonung liegt auf »geeignete« Verfahren. Der Griff nach dem Druckluftschlauch oder das Abklopfen der Kleidung gehören definitiv nicht dazu. Beides ist verboten, weil der Staub nur aufgewirbelt wird, anstatt ihn zu binden. Zulässig sind Nass- und Feuchtverfahren sowie die Absaugung mit Industriestaubsaugern oder Entstaubern der Staubklasse M. Entscheidend ist die Filterklasse: Nur M-Klasse-Geräte halten den feinen Holzstaub zuverlässig zurück.
Beim Absaugen gilt: von oben nach unten, von innen nach außen, vom Körper weg. Die empfohlene Reihenfolge beginnt bei den Ärmeln und endet an den Schuhen.
Neben der richtigen Technik spielen Infrastruktur und Routinen eine zentrale Rolle. Dazu gehören ein fest eingerichteter Reinigungsplatz, ein sauberer Waschraum, getrennte Bereiche für schmutzige und gereinigte Kleidung sowie regelmäßige Wartung der Absauggeräte. Eng anliegende, geschlossene und staubabweisende Schutzkleidung erleichtert die Reinigung zusätzlich. Auch das STOP-Prinzip bleibt der richtige Orientierungsrahmen: erst technische Maßnahmen prüfen, dann organisatorische, zuletzt persönliche Schutzausrüstung. Quelle: Sirka Sander, Arbeit & Gesundheit
Im Originalartikel findet sich zudem ein konkretes Ablaufschema zur Reihenfolge beim Absaugen sowie ein Hinweis auf die DGUV Information 209-044, die bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung nach GefStoffV und TRGS 553 unterstützt.